Thomas Fartmann | Biodiversität und Landschaftsökologie

ÔĽŅ

Archiv

Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt bewilligt

Heuschrecken, Orthoptera, Arcyptera fusca, Biodiversität
Große Höckerschrecke (Arcyptera fusca)

[20. Dezember 2017] Als Projekttr√§ger des Bundesprogramms Biologische Vielfalt f√∂rdert das Deutsche Zentrum f√ľr Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesamtes f√ľr Naturschutz (BfN) den Aufbau eines Onlineportals f√ľr Heuschrecken. Dieses Teilvorhaben im Rahmen des Projektes „Werkzeuge zur Erfassung biologischer Beobachtungsdaten in Deutschland (WerBeo) “ wird von uns in Kooperation mit der Universit√§t Rostock umgesetzt. Der Aufbau des Onlineportals f√ľr Heuschrecken hat zum Ziel, deutschlandweite Beobachtungsdaten einer weiteren naturschutzrelevanten Artengruppe der wissenschaftlichen √Ėffentlichkeit verf√ľgbar zu machen. Dabei wird ein zentrales, innovatives Informationssystem entwickelt, welches den Nutzern erm√∂glicht biologische Beobachtungsdaten online einzugeben und einzusehen. Derartige Beobachtungsdaten stellen unverzichtbare Informationen dar, anhand derer die Entwicklung der Biodiversit√§t auf regionaler und nationaler Ebene wissenschaftlich dokumentiert und ausgewertet werden kann. Derzeit sind beispielsweise √ľber 40 % der in Deutschland nachgewiesenen Heuschreckenarten durch anthropgen bedingte Ver√§nderungen in der Landnutzung gef√§hrdet. Gleichzeitig konnten in Deutschland im Zuge des Klimawandels in der j√ľngeren Vergangenheit jedoch teils massive Ausbreitungen w√§rmeliebender Heuschreckenarten nachgewiesen werden. Beobachtungsdaten, die diese Entwicklungen belegen, wurden bisher aber h√§ufig dezentral erfasst. Die aufgezeigten √∂kologischen Ver√§nderungen verdeutlichen die Relevanz einer zentralen Datenplattform f√ľr Heuschrecken mit dem Ziel einer verbesserten Dokumentation von Biodiversit√§tsdaten in Deutschland.

Weihnachtsbaumkulturen im Sauerland haben gro√üe Bedeutung f√ľr Rote-Liste-Arten

Rote-Liste-Arten, Goldammer, Weihnachtsbaumkulturen
Goldammer (Emberiza citrinella)

[04. Dezember 2017] Der systematische Anbau von Weihnachtsb√§umen in Mitteleuropa ist ein recht junges Ph√§nomen. Aktuell betr√§gt die Anbaufl√§che von Weihnachtsb√§umen im Sauerland, dem wichtigsten europ√§ischen Anbaugebiet, etwa 18.000 ha. Im Rahmen einer aktuellen Studie haben wir umfassend untersucht, wie es um die Avifauna dieses neuartigen √Ėkosystems steht. Die Ergebnisse belegen deutlich, dass Weihnachtsbaumkulturen in der intensiv genutzten Landschaft des Sauerlandes einen hohen Wert als Lebensraum f√ľr gef√§hrdete Brutvogelarten haben. Im Vergleich zu konkurrierenden Landnutzungstypen, wiesen Weihnachtsbaumkulturen gemeinsam mit Windwurffl√§chen die gr√∂√üte Diversit√§t und die h√∂chsten Dichten gef√§hrdeter Brutvogelarten Nordrhein-Westfalens auf. So konnten f√ľr die Rote-Liste-Arten Goldammer, Fitis, Bluth√§nfling, Heidelerche und Baumpieper mitunter hohe Dichten in den Weihnachtsbaumkulturen nachgewiesen werden. Im Fall der Heidelerche sind die Vorkommen in Weihnachtsbaumkulturen sogar von landesweiter Bedeutung. Ein Beitrag im aktuellen Heft des Journals f√ľr Vogelbeobachter – Der Falke liefert eine anschauliche Zusammenfassung der Ergebnisse unserer Untersuchungen. Die Studie wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef√∂rdert.

Fartmann, T., K√§mpfer, S. & F. L√∂ffler (2017): Wichtige Bruthabitate f√ľr Rote-Liste-Arten: Weihnachtsbaumkulturen im Hochsauerland. Der Falke 64 (12): 20–23.

Veränderung der Wirtspflanzenqualität fördert zwei häufige Tagfalterarten Mitteleuropas

newspic
Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

[06. November 2017] Ein aktuell publizierter Artikel in der internationalen Fachzeitschrift Acta Oecologica belegt, dass Schmetterlingsarten die sich von Brennnesselgew√§chsen ern√§hren, von der exzessiven Stickstoffanreicherung in landwirtschaftlich intensiv genutzten Landschaften profitieren k√∂nnen. Der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und das Tagpfauenauge (Aglais io) z√§hlen zu den wenigen Schmetterlingsarten, die trotz der massiven √∂kologischen Ver√§nderungen im Zuge des Landnutzungswandels in Mitteleuropa weiterhin sehr h√§ufig sind. In der experimentellen Studie, die in Kooperation mit der Universit√§t Potsdam federf√ľhrend von unserer externen Masterstudierenden Susanne Kurze durchgef√ľhrt wurde, konnte gezeigt werden, dass Individuen beider Arten an ged√ľngten Wirtspflanzen durch h√∂here √úberlebensraten, eine schnellere Larvalentwicklung, sowie ein h√∂heres Gewicht der Puppen gekennzeichnet waren. Die Imagines von Aglais io wiesen zudem l√§ngere Vorderfl√ľgel auf. Die Auswirkungen der D√ľngung erh√∂hen somit die √úberlebenswahrscheinlichkeit und das Reproduktionspotenzial beider Schmetterlingsarten. Unsere Ergebnisse legen dar, dass sich nicht nur die Ausbreitung von Brennnesseln durch die zunehmende Eutrophierung, sondern auch Ver√§nderungen in der Wirtspflanzenqualit√§t positiv auf die mitteleurop√§ischen Best√§nde der beiden Tagfalterarten auswirken k√∂nnen.

Kurze, S., Heinken, T. & T. Fartmann (2017): Nitrogen enrichment of host plants has mostly beneficial effects on the life-history traits of nettle-feeding butterflies. Acta Oecologica 85: 157–164. doi: doi.org/10.1016/j.actao.2017.11.005

Positives Fazit nach Besuch der Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G)

newspic
Alte Eichenallee in der extensiv genutzten Agrarlandschaft der Prignitz

[06. Oktober 2017] Franz L√∂ffler wurde auf der 150. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) f√ľr seinen Tagungsbeitrag „Auswirkungen der Landschafts- und Vegetationsstruktur auf eine stark gef√§hrdete Vogelart der Agrarlandschaft“ mit dem 3. Preis im Jungreferenten-Wettbewerb ausgezeichnet. Die diesj√§hrige Jubil√§umstagung fand unter dem Motto „Ornithologie – von der Vergangenheit in die Zukunft“ in Halle (Saale) statt. Viele Tagungsbeitr√§ge besch√§ftigten sich mit den Auswirkungen des Landnutzungswandels und des Ausbaus regenerativer Energiequellen auf die mitteleurop√§ische Avifauna. Dabei zeigen die dramatischen Bestandseinbr√ľche der Feldv√∂gel in Mitteleuropa exemplarisch auf, welche Folgen die fortw√§hrende Intensivierung der Landwirtschaft f√ľr die Biodiversit√§t in Agrarlandschaften hat. Mit dem Beitrag zu den Habitatpr√§ferenzen des Ortolans (Emberiza hortulana) konnte die zwingende Notwendigkeit agrarpolitischer Ma√ünahmen f√ľr eine naturschutzgerechte, zukunftsf√§hige und sozial-gerechte Landwirtschaft noch einmal unterstrichen werden. Gleichzeitig konnte Steffen K√§mpfer mit seinem Tagungsbeitrag zur Bedeutung von „Weihnachtsbaumkulturen als Ersatzlebensraum f√ľr bedrohte Vogelarten der Agrarlandschaft“ in bemerkenswerter Weise verdeutlichen, dass auch intensiv genutzte, neuartige √Ėkosysteme wie Weihnachtsbaumkulturen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversit√§t leisten k√∂nnen. Aufgrund des geringen √∂kologischen Kenntnisstandes der Aviz√∂nosen dieses Lebensraums und der aus Sicht des Vogelschutzes √ľberraschend positiven Ergebnisse wurden wir im Anschluss an seinen Tagungsbeitrag dazu eingeladen unsere Forschungsergebnisse in einem Beitrag im Journal f√ľr Vogelbeobachter – Der Falke einer breiten √Ėffentlichkeit zug√§nglich zu machen.

Habitatqualit√§t, Fl√§chengr√∂√üe und Konnektivit√§t – Grundlagen f√ľr einen erfolgreichen Artenschutz

newspic
Kurzfl√ľgelige Bei√üschrecke (Metrioptera brachyptera)

[04. September 2017] Ein aktuell erschienener Artikel in der Fachzeitschrift Naturschutz und Landschaftsplanung liefert einen umfassenden √úberblick, welche Faktoren f√ľr einen erfolgreichen Artenschutz ber√ľcksichtigt werden m√ľssen. Der Landnutzungswandel ist verantwortlich f√ľr Degradierung, Verlust und Fragmentierung vieler Habitate Mitteleuropas mit negativen Auswirkungen auf die Biodiversit√§t. Anhand verschiedener Beispiele verdeutlicht der Artikel, dass sowohl die Habitatqualit√§t als auch Fl√§chengr√∂√üe und Konnektivit√§t dar√ľber entscheiden, ob die Artenvielfalt langfristig erhalten werden kann. Zudem steht der Klimawandel zunehmend im Fokus des Naturschutzes. Beispielsweise werden f√ľr die Kurzfl√ľgelige Bei√üschrecke (Metrioptera brachyptera) und den Schl√ľsselblumen-W√ľrfelfalter (Hamearis lucina) infolge des erh√∂hten Austrocknungsrisikos in Kalkmagerrasen starke Bestandseinbr√ľche prognostiziert. Auch wenn Metrioptera brachyptera √ľber l√§ngere Zeit in stark isolierten Habitaten √ľberdauern kann, ist zuk√ľnftig mit einem weiteren R√ľckgang der Art zu rechnen, da die Larvalentwicklung der Art an eine ausreichende Feuchtigkeit in ihren Habitaten gekn√ľpft ist. Aufgrund des hohen Vertrocknungsrisikos der Wirtspflanze Primula veris im Fr√ľhjahr, sind auch die Vorkommen von Hamearis lucina in den Kalkmagerrasen einiger Regionen Mitteleuropas zunehmend bedroht. Auch wenn die Art bedingt in der Lage ist durch Risikostreuung bei der Eiablage auf diese Gefahr zu reagieren, wird eine Anpassung an die zuk√ľnftigen Klimabedingungen durch die geringe Mobilit√§t der Art und fehlende Ausweichhabitate stark eingeschr√§nkt. Folglich sollte der Naturschutz in Zeiten des globalen Wandels in seinen Bem√ľhungen zum Arten- und Biotopschutz auf eine Erh√∂hung der Habitatqualit√§t und -heterogenit√§t innerhalb der Habitate, eine Vergr√∂√üerung der Fl√§chengr√∂√üe und eine Verbesserung der Konnektivit√§t abzielen.

Fartmann, T. (2017): √úberleben in fragmentierten Landschaften – Grundlagen f√ľr den Schutz der Biodiversit√§t Mitteleuropas in Zeiten des globalen Wandels. Naturschutz und Landschaftsplanung 49 (9): 277–282.

Heuschrecken profitieren von traditioneller Landnutzung in Buckelwiesen

newspic
Buckelwiese in den Bayerischen Kalkalpen

[16. August 2017] Die traditionelle Landnutzung hat in Mitteleuropa erheblich zur Entstehung artenreicher √Ėkosysteme beigetragen. Die Buckelwiesen im bayerischen Alpenraum sind Zeugnis einer √ľber Jahrhunderte fortw√§hrenden Heuwiesennutzung und weisen zudem geomorphologisch bedingt eine hohe Habitatheterogenit√§t auf. Durch die j√§hrliche Sensenmahd und den Verzicht auf D√ľngemittel, haben sich auf den Buckelfluren artenreiche Lebensgemeinschaften etabliert, die hervorragend an die n√§hrstoffarmen Standortbedingungen angepasst sind. Jedoch ist im Laufe des letzten Jahrhunderts in Folge von Aufforstung oder Einebnung der Buckelwiesen die Ausdehnung dieses Lebensraumtyps im Alpenraum um √ľber 95% geschrumpft. Die verbliebenen Fl√§chen haben jedoch bis heute eine herausragende Bedeutung f√ľr den Erhalt der Biodiversit√§t und sind charakteristischer Bestandteil der Kulturlandschaft im n√∂rdlichen Alpenraum. Im Rahmen einer aktuellen Untersuchung konnte nun gezeigt werden, dass Heuschrecken von der Heterogenit√§t der Buckelwiesen und der traditionellen Bewirtschaftung profitieren. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass insbesondere das Vorkommen gef√§hrdeter Arten von der Mahdnutzung beg√ľnstigt wird. Aber auch kurzfristig brachgefallene Best√§nde, die nur in unregelm√§√üigen Abst√§nden genutzt werden, f√∂rdern die Diversit√§t der Buckelwiesen. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen damit die Bedeutung des Fortbestands der traditionellen Landutzung f√ľr den Erhalt der Artenvielfalt in dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems & Environment ver√∂ffentlicht:

L√∂ffler, F. & T. Fartmann (2017): Effects of landscape and habitat quality on Orthoptera assemblages of pre-alpine calcareous grasslands. Agriculture, Ecosystems and Environment 248: 71–81. doi: 10.1016./j.agee.2017.07.029

Masterabsolventin mit Jacob-Jacobi-Preis f√ľr besten Studienabschluss geehrt

newspic
Preisträgerin Susanne Kurze und Brauner Feuerfalter (Lycaena tityrus)

[08. August 2017] Mit dem Jacob-Jacobi-Preis wird allj√§hrlich der beste Studienabschluss an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakult√§t der Universit√§t Potsdam ausgezeichnet. Der diesj√§hrige Preis wurde an unsere externe Masterabsolventin Susanne Kurze verliehen. Susanne Kurze hat ihr Masterstudium in √Ėkologie, Evolution und Naturschutz an der Universit√§t Potsdam mit der Bestnote abgeschlossen. In ihrer Masterarbeit mit dem Titel „More losers than winners – Response of common butterflies and moths to host plant fertilisation“ untersuchte sie den Einfluss von landwirtschaftlich ged√ľngten Futterpflanzen auf verschiedene, in Mitteleuropa weit verbreitete Schmetterlingsarten. Der untersuchte Zusammenhang fand in der Wissenschaft bisher kaum Ber√ľcksichtigung, obwohl die Abh√§ngigkeit der Schmetterlinge von der Qualit√§t ihrer Wirtspflanzen seit Langem bekannt ist. In ihren Untersuchungen konnte sie zeigen, dass die Entwicklung der Mehrheit der untersuchten Schmetterlinge durch die D√ľngung negativ beeinflusst wird. Dies gilt insbesondere f√ľr Arten die sich von Gr√§sern oder Sauerampfer ern√§hren. So zeigten z.B. die Raupen des Braunen Feuerfalters (Lycaena tityrus) bereits bei einer D√ľngermenge von unter 100 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr erh√∂hte Mortalit√§tsraten. Da die Stickstoffraten in Mitteleuropa vielerorts √ľber diesem Wert liegen, kann mit diesem Zusammenhang eine Ursache f√ľr den R√ľckgang der Art in Mitteleuropa belegt werden. Positive Effekte waren lediglich f√ľr Arten die sich von Brennnesselgew√§chsen ern√§hren zu verzeichnen. Die drastische Zunahme der atmosph√§rischen Stickstoffeintr√§ge infolge der landwirtschaftlichen Intensivierung, gilt als eine der Hauptgef√§hrdungsursachen f√ľr die Biodiversit√§t und verschiedene √Ėkosystemfunktionen. Das Thema der Arbeit hat damit eine hohe Relevanz f√ľr den Erhalt der biologischen Vielfalt in intensiv genutzten Agrarlandschaften.

Buddeln für die Artenvielfalt – Ökosystemingenieure fördern die Biodiversität im Grasland

newspic
Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)

[03. August 2017] Das Vorkommen vieler konkurrenzschwacher und thermophiler Arten im Grasland ist an das Vorhandensein geeigneter Mikrohabitate mit einem hohen Offenbodenanteil gekoppelt. Beispielsweise nutzen viele Schmetterlingsarten Offenbodenhabitate bevorzugt als Larvalhabitat, da derartige Strukturen ein g√ľnstiges Mikroklima aufweisen und gleichzeitig das Vorkommen der Wirtspflanzen f√∂rdern. Jedoch ist im produktiven oder verbrachten Grasland häufig ein Mangel an solchen Störstellen festzustellen, sodass die Bestände störungsabhängiger Arten in Mitteleuropa in den letzten Jahrzehnten teils drastisch zurückgegangen sind. Häufig stellen in solchen Beständen die von bodenstörenden Ökosystemingenieueren, wie z.B. Ameisen und Maulwürfen, geschaffenen Störstellen die einzigen Offenbodenhabitate dar. Deshalb ist der Einfluss dieser Organismen auf die Biodiversität von besonderem Interesse. Im Rahmen mehrerer aktueller Studien konnte am Beispiel von Pflanzen und Schmetterlingen die besondere Bedeutung der √Ėkosystemingenieure f√ľr die Artenvielfalt in mitteleurop√§ischen Grasland-√Ėkosystemen aufgezeigt werden. Ein aktuell erschienener Artikel in der wissenschaftlichen Zeitschrift Naturschutz und Landschaftsplanung gibt einen umfassenden √úberblick √ľber die Ergebnisse der Untersuchungen.

Streitberger, M. & T. Fartmann (2017): Bodenst√∂rende √Ėkosystem-Ingenieure im mitteleurop√§ischen Grasland und ihre Bedeutung f√ľr die Biodiversit√§t. Eine Analyse am Beispiel der Gelben Wiesenameise und des Europ√§ischen Maulwurfs. Naturschutz und Landschaftsplanung 49 (8): 252–259.

Homepage zur nachhaltigen Renaturierung von Kalkmagerrasen geht online

newspic
Artenreiche Schlagflur im Projektgebiet (Diemeltal)

[18. Juli 2017] Auf der Projekthomepage des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens: „Nachhaltige Renaturierung von Kalkmagerrasen in Zeiten des Globalen Wandels“ informieren wir Sie ab sofort regelmä√üig √ľber unsere projektbezogenen Forschungstätigkeiten. In dem Vorhaben, das vom Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums f√ľr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert wird, sollen in Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern zahlreiche Kalkmagerrasen renaturiert und die Auswirkungen der Ma√ünahmen mit modernen wissenschaftlichen Methoden evaluiert werden. Dabei erproben und entwickeln wir in unserem Projektgebiet Verfahren, die auch in anderen Gebieten erfolgreich angewandt werden können. Aktuell f√ľhren wir ökologische Untersuchungen durch, deren Ergebnisse als Grundlage f√ľr die nachfolgenden Renaturierungsma√ünahmen dienen sollen. Unter anderem wird dabei anhand verschiedener Indikatorgruppen die Entwicklung bereits entbuschter Kalkmagerrasen evaluiert. Damit die Auswirkungen der Renaturierungsma√ünahmen bewertet werden k√∂nnen, ist es zudem wichtig den Zustand der Flora und Fauna vor Durchf√ľhrung der Ma√ünahmen zu kennen. Deshalb wird in der Vorstudie der Ist-Zustand der zu renaturierenden Probeflächen erfasst. Als Untersuchungsobjekte dienen dabei Pflanzen, Tagfalter, Heuschrecken und Zikaden.

Neue Studie √ľber Zikaden unterstreicht die Bedeutung der Strukturvielfalt in Silikatmagerrasen

newspic
Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata)

[24. Juni 2017] Die Grasland-√Ėkosysteme Europas sind in zunehmendem Ma√üe gef√§hrdet. Insbesondere die landwirtschaftliche Intensivierung, aber auch die Aufgabe traditioneller Landnutzungsformen haben in Mitteleuropa zu einem gravierenden R√ľckgang der Artenvielfalt gef√ľhrt. Jedoch bestehen gleichzeitig f√ľr einige Artengruppen erhebliche Wissensdefizite, welche Umweltfaktoren die Diversit√§tsmuster entscheidend beeinflussen. Der Wissensstand √ľber die √Ėkologie von Zikaden ist bis heute unzureichend. Diese Modellgruppe eignet sich aufgrund ihres Artenreichtums und ihrer sehr spezifischen Umweltanspr√ľche jedoch hervorragend f√ľr naturschutzfachliche Bewertungen. Im Rahmen unserer Untersuchungen konnten wir nun zeigen, dass sich die Habitatheterogenit√§t und die Strukturvielfalt der umgebenden Landschaft positiv auf die Artenzahl der Zikaden in Silikatmagerrasen auswirken. Im Gegensatz dazu wiesen die Habitate, die zu einem gr√∂√üeren Anteil von √Ąckern umgeben sind, eine geringere Artenvielfalt auf. Die Ergebnisse unserer Untersuchungen unterstreichen damit die Bedeutung strukturreicher Kulturlandschaften f√ľr den Erhalt der Biodiversit√§t in Mitteleuropa. Die Studie ist in der internationalen Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems & Environment erschienen:

Helbing, F., Fartmann, T., Löffler, F. & D. Poniatowski (2017): Effects of local climate, landscape structure and habitat quality on leafhopper assemblages of acidic grasslands. Agriculture, Ecosystems and Environment 246: 94–101. doi: 10.1007/s11252-017-0677-y

Amphibien profitieren von Regenr√ľckhaltebecken im urbanen Raum

newspic
Laubfrosch (Hyla arborea)

[28. Mai 2017] Die Urbanisierung gilt als eine der Hauptursachen f√ľr den globalen Biodiversit√§tsverlust und hat zu einem R√ľckgang vieler Amphibienarten beigetragen. In einer nun ver√∂ffentlichten Studie wurde untersucht, ob sich urbane Regenr√ľckhaltebecken als Habitat f√ľr Amphibien eignen. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass die Gew√§sser trotz ihrer oft stark isolierten Lage g√ľnstige Habitatbedingungen f√ľr Amphibien bereitstellen. Durch das regelm√§√üige Management der Regenr√ľckhaltebecken bieten diese gute Voraussetzungen f√ľr die Larvalentwicklung der Arten. Zum langfristigen Erhalt der Amphibienpopulationen in urbanen Gebieten, sollte jedoch eine Erh√∂hung der Konnektivit√§t der Gew√§sser angestrebt werden. Unter diesen Voraussetzungen k√∂nnen Regenr√ľckhaltebecken einen wichtigen Beitrag f√ľr den Biodiversit√§tsschutz in St√§dten leisten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Urban Ecosystems erschienen:

Holtmann, L., Philipp, K., Becke, C. & T. Fartmann (2017): Effects of habitat and landscape quality on amphibian assemblages of urban stormwater ponds. Urban Ecosystems 20: 1249–1259. doi: 10.1007/s11252-017-0677-y

Berufung in den Redaktionsbeirat des Journal of Insect Conservation

newspic
Titelbild des Journal of Insect Conservation

[13. Mai 2017] Apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann wurde in den Redaktionsbeirat der Fachzeitschrift Journal of Insect Conservation berufen. Das Journal ist eine der international f√ľhrenden entomologischen Zeitschriften und ver√∂ffentlicht die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zur Biodiversit√§t und zum Schutz von Insekten und nah verwandten Artengruppen. Auf Grund des drastischen Biodiversit√§tsverlustes, besteht heute weltweit dringender Forschungsbedarf zur Entwicklung geeigneter Ma√ünahmen f√ľr den Schutz von Insekten und ihren Habitaten. Eines der Hauptziele der Zeitschrift ist es deshalb, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung und den praktischen Naturschutz st√§rker zu verkn√ľpfen. Mit der Berufung in das Editorial Board wird Thomas Fartmann f√ľr √ľber 100 entomologische Publikationen und seine langj√§hrigen Forschungsarbeiten im Bereich √Ėkologie und Naturschutz gew√ľrdigt.

Forschungsf√∂rderung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft f√ľr Promotionsvorhaben


Sumpfohreule (Asio flammeus)

[26. April 2017] Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) unterst√ľtzt das Promotionsvorhaben unseres Doktoranden Steffen K√§mpfer mit zus√§tzlichen Sachmitteln. In dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef√∂rderten Vorhaben werden umfassende Analysen zum Bruterfolg, zu den Habitatpr√§ferenzen und zur Raumnutzung der Sumpfohreule auf den Ostfriesischen Inseln durchgef√ľhrt. Im Rahmen der Untersuchungen werden u.a. radiotelemetrische Verfahren eingesetzt. Dabei werden nestjunge Sumpfohreulen mit Sendern ausgestattet und ihre Bewegungsmuster durch automatische Telemetriestationen erfasst. Auf diese Weise k√∂nnen Verhaltensweisen wie Rast, Nahrungssuche und Ortsver√§nderungen innerhalb einer Insel, aber auch Ortswechsel z.B. auf eine benachbarte Insel oder das Festland registriert werden. Die Bewegungsmuster der Eulen k√∂nnen wichtige Hinweise zu m√∂glichen Gef√§hrdungsursachen der Art liefern. Mit den nun bewilligten Mitteln sollen zus√§tzliche Telemetriesender angeschafft werden um in der Studie statistisch m√∂glichst aussagekr√§ftige Ergebnisse zu erzielen.

Totholzanreicherung fördert Gastropoden in montanen Buchenwäldern


Totholzreiche Buchenwälder fördern Artenvielfalt

[24. April 2017] Auch wenn Schnecken nicht zu den holzbewohnenden Organismen gez√§hlt werden, profitieren sie von totholzreichen W√§ldern. In einer experimentellen Studie konnte nun gezeigt werden, dass Totholzanreicherung in montanen W√§ldern zu einer erh√∂hten Aktivit√§tsdichte der Gastropoden f√ľhrt. Die Untersuchung im Rahmen der Bachelorarbeit von Tobias Kirchenbaur zeigt einen deutlichen Anstieg der Schneckenaktivit√§t mit zunehmender N√§he zu Totholz. Die Menge an Totholz war insbesondere in schattigen W√§ldern von entscheidender Bedeutung f√ľr die Gastropoden. Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Totholz f√ľr die Biodiversit√§t in den W√§ldern Mitteleuropas. Der Erhalt und die F√∂rderung naturnaher W√§lder sollte deshalb st√§rker in den Fokus der Forstwirtschaft r√ľcken. Der Artikel ist in der Fachzeitschrift Forest Ecology and Management erschienen:

Kirchenbaur, T., Fartmann, T., Bässler, C., Löffler, F., Müller, J., Strätz, C. & S. Seibold (2017): Small-scale positive response of terrestrial gastropods to dead-wood addition is mediated by canopy openness. Forest Ecology and Management 396: 85–90.

DBU f√∂rdert Forschungsvorhaben zum Schutz von Bergheide-√Ėkosystemen


Bergheide-√Ėkosysteme – Lebensraum von internationaler Bedeutung

[03. April 2017] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f√∂rdert ein Projekt zur Optimierung der Management- und Renaturierungsma√ünahmen von Bergheide-√Ėkosystemen. Bergheiden haben eine gro√üe Bedeutung f√ľr den europ√§ischen Artenschutz und tragen zugleich zur regionalen touristischen Wertsch√∂pfung bei. Der internationalen Bedeutung dieses Lebensraumtyps steht ein drastischer Fl√§chenr√ľckgang im letzten Jahrhundert gegen√ľber. Trotz langj√§hriger Versuche zum Management und zur Renaturierung von Bergheiden im Rothaargebirge bestehen weiterhin Wissensdefizite, insbesondere zu einer zielf√ľhrenden Renaturierung von Bergheiden. In dem Projekt werden in enger Zusammenarbeit von Naturschutzpraxis und Forschung L√∂sungen f√ľr bestehende Managementkonflikte in den Bergheiden des Rothaargebirges und Konzepte f√ľr die Wiederherstellung ehemaliger Heidestandorte erarbeitet. In Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern evaluieren wir den Erfolg durchgef√ľhrter Management- und Renaturierungsma√ünahmen. Anhand der Ergebnisse wissenschaftlich fundierter Studien werden Methoden zum langfristigen Erhalt von Bergheide-√Ėkosystemen im Rothaargebirge entwickelt.

Stipendium f√ľr Teilnahme an Summer School zu Best√§ubungs√∂kologie in Rum√§nien


Traditionelle Heuwiese in der rumänischen Kulturlandschaft
[17. M√§rz 2017] In Zusammenarbeit mehrerer deutscher und rum√§nischer Universit√§ten und Forschungseinrichtungen wurde eine Summer School zum Thema Best√§ubungs√∂kologie ins Leben gerufen. An der Veranstaltung nehmen insgesamt zehn Studierende aus Rum√§nien und Deutschland teil. Wir freuen uns, dass unser Mitarbeiter und Masterstudierender Gwydion Scherer vom wissenschaftlichen Auswahlkomitee f√ľr die Teilnahme an der internationalen Summer School ausgew√§hlt wurde. Die Veranstaltung findet im Apuseni Naturpark in den Westkarpaten statt. Das Gebiet z√§hlt zu den √§rmsten Regionen Europas. Durch den Erhalt traditioneller Landnutzungsformen weist das Gebiet jedoch bis heute eine enorme Artenvielfalt auf und bietet Studierenden sehr gute Voraussetzungen f√ľr √∂kologische Beobachtungen. W√§hrend der diesj√§hrigen Summer School werden best√§ubungs√∂kologische Daten erhoben und anschlie√üend ausgewertet. Dabei sollen √∂kologische Mechanismen zwischen Pflanzen und ihren Best√§ubern anhand statistischer Analysen aufgeschl√ľsselt werden. Der Aufenthalt wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung gef√∂rdert.

Schwermetallrasen bieten gute Habitatbedingungen f√ľr eine stark gef√§hrdete Tagfalterart


Mittlerer Perlmutterfalter (Argynnis niobe)
[02. M√§rz 2017] Das Verbreitungsgebiet des Mittleren Perlmutterfalters (Argynnis niobe) in Deutschland ist in den letzten 100 Jahren um √ľber 90 % geschrumpft. Anhand detaillierter Habitatanalysen konnte nun gezeigt werden, dass sich die Habitate in Schwermetallrasen grundlegend von gro√üfl√§chigen Vorkommen auf den Ostfriesischen Inseln unterscheiden. Als Schl√ľsselfaktor wurde das erh√∂hte Wirtspflanzenangebot in Schwermetallrasen ermittelt. Durch den hohen Schwermetallgehalt im Boden wird das Wachstum konkurrenzstarker Pflanzenarten eingeschr√§nkt, wohingegen die Wirtspflanze, das Gelbe Galmei-Veilchen (Viola calaminaria), sehr hohe Deckungen erreicht. Im Gegensatz dazu weisen die Habitate auf den Ostfriesischen Inseln eine wesentlich geringere Wirtspflanzendeckung auf. A. niobe ben√∂tigt hier sehr gro√üe Fl√§chen um dauerhaft zu √ľberleben. Der Verlust gro√üfl√§chiger Habitate kann als Hauptursache f√ľr den drastischen R√ľckgang der Art in Mitteleuropa angesehen werden. Jedoch konnte mit der aktuellen Studie gezeigt werden, dass bei einer Erh√∂hung der Habitatqualit√§t auch ein Fortbestand in kleineren Metatpopulationen m√∂glich ist. Die Studie ist im Journal of Insect Conservation erschienen:

Salz, A. & T. Fartmann (2017): Larval-habitat preferences of a threatened butterfly species in heavy-metal grasslands. Journal of Insect Conservation 21 (1): 129–136. doi: 10.1007/s10841-017-9961-7

Aktuelle Studie belegt Renaturierungserfolg in Bergheide-√Ėkosystemen


Renaturierungsfläche mit Besenheide (Calluna vulgaris)
[14. Februar 2017] In einer aktuellen Studie der Abteilung f√ľr Biodiversit√§t und Landschafts√∂kologie wurde die Zusammensetzung der Vegetation auf renaturierten Kahlschlagsflächen im Vergleich zu intakten Bergheide-√Ėkosystemen und Kontrollflächen im Rothaargebirge analysiert. Im Vergleich zu nicht-renaturierten Kontrollfl√§chen wiesen die Renaturierungsfl√§chen bereits eine deutlich h√∂here Deckung an Zielarten auf. Durch die erfolgreiche Verj√ľngung bergheidetypischer Arten infolge der √úbertragung von regionalem Saatgut unterschieden sich die Renaturierungsfl√§chen weniger stark von intakten Bergheide-√Ėkosytemen. In der Studie konnte jedoch auch gezeigt werden, dass das geringe generative Reproduktionspotenzial einiger Zielarten den Renaturierungserfolg limitiert. Für die zuk√ľnftige positive Entwicklung der Fl√§chen sind weitere Renaturierungsma√ünahmen erforderlich. Der Artikel ist in der Fachzeitschrift Ecological Engineering erschienen:

Borchard, F., Härdtle, W., Streitberger, M., Stuhldreher, G., Thiele, J. & T. Fartmann (2017): From deforestation to blossom – Large-scale restoration of montane heathland vegetation. Ecological Engineering 101: 211–219.

Internationale Rote Liste der IUCN f√ľr die Heuschrecken Europas erschienen

Pyrenäen-Gebirgsschrecke (Cophopodisma pyrenaea)
[19. Januar 2017] Unter Mitarbeit von apl. Prof. Thomas Fartmann wurde in einem Team von mehr als 50 internationalen Experten der Gef√§hrdungsstatus von √ľber 1.000 Heuschreckenarten erfasst. Die europ√§ische Rote Liste wurde nach den Kriterien der International Union for Conservation of Nature (IUCN) erstellt. In der Publikation werden Gef√§hrdungsstatus, Verbreitungsmuster, Habitatanspr√ľche und Managementempfehlungen f√ľr alle europ√§ischen Heuschreckenarten analysiert. Demnach sind mehr als ein Viertel der europ√§ischen Heuschreckenarten auf kontinentaler Ebene gef√§hrdet. Habitatspezialisten und kleinr√§umig gef√§hrdete Arten z√§hlen zu den am st√§rksten gef√§hrdeten Arten. Dabei hat sich gezeigt, dass die Intensivierung der Landnutzung die bedeutendste Gef√§hrdungsursache f√ľr Heuschrecken ist. Die Publikation verdeutlicht dass dringend weitere Ma√ünahmen zum Erhalt der biologischen Vielalt in Europa notwendig sind.

Hochkirch et al. (2016): European Red List of Grasshoppers, Crickets and Bush-crickets. Luxembourg: Publications Office of the European Union.

Ameisen f√∂rdern Habitatheterogenit√§t und Biodiversit√§t in Grasland-√Ėkosystemen

Fr√ľhbl√ľhender Thymian (Thymus praecox)
[09. Januar 2017] Durch den fortschreitenden Landnutzungswandel sind artenreiche Grasland-√Ėkosysteme heute stark gef√§hrdet. In einer aktuellen Studie der Abteilung f√ľr Biodiversit√§t und Landschafts√∂kologie konnte nun gezeigt werden, dass neben dem Habitatmanagement auch √Ėkosystemingenieure wie die Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus) kleinr√§umige Mikrostandorte schaffen, die die Heterogenit√§t und Artenvielfalt in Grasland-√Ėkosystemen erh√∂hen k√∂nnen. Anhand der Ergebnisse der Untersuchung konnte herausgestellt werden, dass Ameisen durch grabende Aktivit√§ten an ihren Nestern zu einer Ver√§nderung der Bodenverh√§ltnisse und Vegetationsstruktur im Vergleich zu der umgebenden Vegetation in Kalkmagerrasen f√ľhren. Dabei liesen sich jedoch unterschiedliche Auswirkungen auf Gef√§√üpflanzen und Moose feststellen. Der Artikel erscheint im Februar 2017 in der Fachzeitschrift Ecological Engineering:

Streitberger, M., Schmidt, C. & T. Fartmann (2017): Contrasting response of vascular plant and bryophyte species assemblages to a soil-disturbing ecosystem engineer in calcareous grasslands. Ecological Engineering 99: 391–399.

Bundesamt f√ľr Naturschutz f√∂rdert Projekt zur Renaturierung von Kalkmagerrasen

aktuell_geko.jpg
Großflächiger Kalkmagerrasen im Diemeltal (Nordhessen)
[09. Dezember 2016] Das Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) f√∂rdert ein Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) zur Renaturierung von Kalkmagerrasen. Dieser Lebensraumtyp z√§hlt zu den artenreichsten √Ėkosystemen Europas und hat eine herausragende Bedeutung f√ľr den Erhalt der Biodiversit√§t. Auf Grund des derzeit unzureichenden Erhaltungszustands von Kalkmagerrasen in Mitteleuropa besteht dringender Handlungsbedarf. Trotzdem gibt es massive Kenntnisdefizite zur Wiederherstellung von artenreichen Kalkmagerrasen-Z√∂nosen. In Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern versuchen wir in dem Vorhaben durch die Entwicklung und Erprobung neuer Verfahren, Nutzung von Geh√∂lzaufwuchs als regenerativen Energietr√§ger und moderne wissenschaftliche Evaluationen diese Wissensdefizite zu beheben. Das Projekt hat zum Ziel, nachhaltige und kostenneutrale Renaturierungsmethoden f√ľr die Wiederherstellung artenreicher Kalkmagerrasen-Lebensgemeinschaften zu entwickeln.

Berufung in die Geographische Kommission f√ľr Westfalen

aktuell_geko.jpg
Alte Hudelandschaft an der Ems bei Telgte (Westfalen)
[02. Dezember 2016] Auf der diesj√§hrigen Mitgliederversammlung wurde apl. Prof. Thomas Fartmann in die Geographische Kommission f√ľr Westfalen berufen. Die Kommission betreibt und unterst√ľtzt geographisch-landeskundliche Forschung √ľber Westfalen. Die Mitglieder f√ľhren ehrenamtlich und interdisziplin√§r Studien zu den unterschiedlichsten geographischen Themen durch. Dabei werden neben wirtschafts-, sozial- und humangeographischen Aspekten, auch Themen der √Ėkologie und Landschaftsplanung behandelt. Seit Beginn seiner Forschungst√§tigkeiten hat Prof. Thomas Fartmann eine Vielzahl von Studien mit tier- und vegetations√∂kologischen Fragestellungen in Westfalen durchgef√ľhrt. Im Fokus der aktuellen Studien der Abteilung f√ľr Biodiversit√§t und Landschafts√∂kologie stehen die Auswirkungen des Landnutzungs- und Klimawandels auf die Biodiversit√§t in fragmentierten Landschaften, Renaturierungs- und St√∂rungs√∂kologie, sowie die Bedeutung neuartiger √Ėkosysteme („novel ecosystems“) f√ľr gef√§hrdete Arten.

Gratulation an Merle Streitberger zum erfolgreichen Abschluss ihrer Doktorarbeit

aktuell_streitberger.jpg
Frischgebackene Doktorin Merle Streitberger mit apl. Prof. T. Fartmann
[21. November 2016] Wir gratulieren Dr. Merle Streitberger ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Promotion. Der Titel der Dissertation lautet: „Ants and moles as ecosystem engineers – The role of small-scale disturbance for biodiversity in central European grasslands.“ Die Doktorarbeit besch√§ftigt sich mit dem Einfluss von Ameisen und Maulw√ľrfen auf die Biodiversit√§t in Grasland-√Ėkosytemen Mitteleuropas. In ihren Studien konnte Merle Streitberger in vielschichtiger Weise die Bedeutung dieser √Ėkosystemingenieure f√ľr die Artenvielfalt im Grasland zeigen. Durch ihre grabenden Aktivit√§ten schaffen Ameisen und Maulw√ľrfe rohbodenreiche Mikrohabitate, die eine herausragende Bedeutung f√ľr konkurrenzschwache Schmetterlings- und Pflanzenarten haben. Dabei spielen insbesondere mikroklimatische Aspekte eine bedeutende Rolle. Die Ergebnsse der Dissertation wurden bisher in f√ľnf internationalen Publikationen ver√∂ffentlicht.

Erfolgreiche Kongressreise endet mit Auszeichnung f√ľr besten Tagungsbeitrag

aktuell_award.JPG
Preis f√ľr den besten Vortag auf dem 12. ICO in Ilh√©us, Brasilien
[05. November 2016] Unser Doktorand Franz L√∂ffler wurde auf dem 12th International Congress of Orthopterology (ICO) mit dem Best Oral Presentation Award f√ľr seinen Tagungsbeitrag „Survival in a changing environment – Effects of land-use and climate change on Orthoptera in montane grasslands“ ausgezeichnet. Die Tagung fand unter dem Leitthema Orthoptera in a changing world in Ilh√©us (Bahia, Brasilien) statt. Unser Team folgte der herzlichen Einladung der weltweit organisierten Orthopterists' Society den Leitvortrag f√ľr das Themenfeld √Ėkologie und Naturschutz beizusteuern. Apl. Prof. Thomas Fartmann pr√§sentierte in der Keynote der Tagung die Ergebnisse seiner langj√§hrigen Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen des globalen Wandels, deren herausragende Relevanz durch die besondere Wertsch√§tzung des internationalen Auditoriums honoriert wurde. Wir freuen uns sehr √ľber die Anerkennung und die Auszeichnung durch das wissenschaftliche Tagungskomitee.

DBU-Stipendium f√ľr Forschung in Allmendweide-√Ėkosystemen

aktuell_arnika.jpg
Arnika (Arnica montana)
[20. Oktober 2016] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f√∂rdert ein Promotionsvorhaben √ľber die Biodiversit√§t in Allmendweide-√Ėkosystemen des S√ľdschwarzwalds. Allmendweide-√Ėkosysteme der montanen Lagen haben eine herausragende Beduetung f√ľr den Erhalt der europ√§ischen Biodiversit√§t. Die Fl√§che dieser √Ėkosysteme ist in Mitteleuropa allerdings stark zur√ľckgegangen. Neben dem andauernden Fl√§chen¬≠verlust stellt insbesondere der Klimawandel eine ernst¬≠zu¬≠neh¬≠men¬≠de Bedrohung der dort ans√§ssigen Lebensgemeinschaften dar. Mit dem Promotionsvorhaben unseres Doktoranden Florian Fumy soll nun eine Wissensl√ľcke zu den Auswirkungen des globalen Wandels auf die Biodiversit√§t montaner Allmendweidesysteme geschlossen werden. Die Studie zeichnet sich durch einen breiten bioz√∂notischen Ansatz aus, der die Erfassung von drei taxonomischen Gruppen (V√∂gel, Heuschrecken und Tagfalter) umfasst. Anhand der Forschungsergebnisse werden Ma√ünahmen f√ľr den langfristigen Erhalt der Allmendweide-√Ėkosysteme abgeleitet.

Bestimmungsbuch f√ľr die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols

aktuell_chorthippus_pullus.jpg
Kiesbank-Grash√ľpfer (Chorthippus pullus)
[12. September 2016] Ein Bestimmungsbuch mit hervorragenden fotografischen Abbildungen, Angaben zur √Ėkologie und aktuellen Verbreitungskarten aller Heuschreckenarten Deutschlands und Nodrtirols ist aktuell erschienen. Mit „Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols: Bestimmen–Beobachten–Sch√ľtzen“ ist es erstmals m√∂glich, s√§mtliche Heuschreckenarten in Deutschland und Nordtirol anhand von sehr guten Bildvergleichen zu bestimmen. Mehrere Mitarbeiter der Abteilung f√ľr Biodiversit√§t und Landschafts√∂kologie haben tatkr√§ftig zum Gelingen der Publikation beigetragen. Ein Beispiel der Bestimmungstafeln gibt es bei der Bayerischen Akademie f√ľr Naturschutz und Landschaftspflege (ANL). Das Bestimmungswerk zeichnet sich besonders durch seine praxistaugliche Aufarbeitung aus und vereinfacht die Bestimmung der heimischen Heuschreckenarten. Das Buch kann ab sofort bestellt werden.

Neuerscheinung zum Artenschutz unter dem Einfluss des Klimawandels

aktuell bergmaehwiese
Bergmähwiese mit Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis) (Westfalen)
[20. Juni 2016] Der Klimawandel ist eine der Hauptursachen f√ľr den weltweiten Biodiversit√§tsverlust. Im Hinblick auf die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels ergeben sich neue Herausforderungen f√ľr den Artenschutz in Mitteleuropa. Im Rahmen eines vom Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) gef√∂rderten F+E-Vorhabens wurden Perspektiven und Strategien f√ľr den Artenschutz unter dem Einfluss des Klimawandels erarbeitet. Die Publikation in der Reihe Naturschutz und Biologische Vielfalt gibt einen umfassenden √úberblick √ľber die Auswirkungen des Klimawandels auf Tier- und Pflanzenarten und zeigt Handlungsempfehlungen f√ľr den zuk√ľnftigen Artenschutz auf. Eine Bestellung ist ab sofort hier m√∂glich.

DBU erteilt Zusage f√ľr ornithologisches Promotionsvorhaben

Asio flammeus
Sumpfohreule (Asio flammeus)
[14. Mai 2016] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat unserem Doktoranden Steffen K√§mpfer die Zusage f√ľr ein Promotionsstipendium erteilt. Seit den 1950 er Jahren ist ein drastischer R√ľckgang vieler Vogelarten der mitteleurop√§ischen Kulturlandschaft zu verzeichnen. Das Ziel des Promotionsvorhabens ist eine umfassende Analyse der Auswirkungen des globalen Wandels auf gef√§hrdete Brutvogelarten in Mitteleuropa. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Analyse der Habitatpr√§ferenzen der Sumpfohreule in aktuell und ehemalig besiedelten Habitaten Mitteleuropas im Vergleich zu europ√§ischen Optimalhabitaten gelegt. Die Ergebnisse des Promotionsvorhabens sollen dazu beitragen, ein nachhaltiges Habitatmanagement f√ľr stark gef√§hrdete Brutvogelarten zu entwickeln.

DBU-Projekt zur Biodiversität von Weihnachtsbaumkulturen

aktuell wbk
Konventionelle Weihnachtsbaumkultur im Sauerland (Westfalen)
[16. Dezember 2015] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f√∂rdert ab Januar 2016 ein Projekt zur Biodiversit√§t von Weihnachtsbaumkulturen im Sauerland. Das Projekt wird in Kooperation mit der Biologischen Station Hochsauerlandkreis e.V. und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen durchgef√ľhrt. Der systematische Anbau von Weihnachtsb√§umen begann erst in den 1980er Jahren und ist damit ein relativ junges Ph√§nomen. Wie aufgrund der Neuartigkeit des √Ėkosystems zu erwarten ist, sind die Kenntnisse zur Biodiversit√§t rudiment√§r. Ziel des Projektes ist es daher die Biodiversit√§t von Weihnachtsbaumkulturen im Vergleich zu konkurrierenden Nutzungen zu untersuchen und Handlungsempfehlungen zum biodiversit√§tsf√∂rdernden, umweltvertr√§glichen und nachhaltigen Anbau von Weihnachtsb√§umen zu erarbeiten.

BfN bewilligt Forschungsvorhaben zu Gefährdungsursachen von Rote-Liste-Arten

aktuell lacerta bilineata
Westliche Smaragdeidechse
(Lacerta bilineata)
[08. Dezember 2015] Das Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) f√∂rdert ab Dezember 2015 ein Forschungsvorhaben zur „Vorbereitung der Analyse der Gef√§hrdungsursachen von Rote-Liste-Arten.“ Das Projekt wird in Kooperation mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) bearbeitet. Die Identifikation von Gef√§hrdungsursachen f√ľr bestandsbedrohte Arten ist eine notwendige Voraussetzung zur Entwicklung von konkreten, zielgerichteten Hilfs- und Schutzma√ünahmen. Standardisierte Analysen zu Gef√§hrdungsursachen wurden bisher allerdings nur f√ľr ausgew√§hlte Artengruppen durchgef√ľhrt. Im vorliegenden Forschungsvorhaben soll erstmals eine umfassende, Artengruppen-√ľbergreifende Gef√§hrdungsursachenanalyse mit einheitlichen und standardisierten Methoden vorbereitet werden.

DBU fördert Promotionsvorhaben zu Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels

aktuelles phyteuma
Bl√ľhaspekt der Kugeligen Teufelskralle (Phyteuma orbiculare) (Eifel)
[27. November 2015] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f√∂rdert ab Januar 2016 das Promotionsvorhaben unseres Doktoranden Franz L√∂ffler. Die Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf die Lebensgemeinschaften des montanen Magergraslands sind bis heute unzureichend untersucht. Im Rahmen der Dissertation sollen daher erstmals umfassende Analysen zu den Auswirkungen des Landnutzungs- und Klimawandels auf die Lebensgemeinschaften des montanen Magergraslands durchgef√ľhrt werden. In enger Kooperation mit Naturschutzorganisationen werden L√∂sungen f√ľr ein nachhaltiges Management auf Habitat- und Landschaftsebene entwickelt.

Herzlichen Gl√ľckwunsch zur erfolgreichen Promotion √ľber gef√§hrdete Tagfalterarten

aktuell
Kreuzdorn-Zipfelfalter (Satyrium spini)
[20. Juli 2015] Wir gratulieren Gregor Stuhldreher sehr herzlich zum erfolgreichen Abschluss seiner Promotion. Die Dissertation mit dem Titel „From oviposition site to landscape structures — effects of land-use and climate change on threatened grassland butterflies“ besch√§ftigt sich mit den Auswirkungen des Landnutzungs- und Klimawandels auf gef√§hrdete Tagfalterarten in mitteleurop√§ischen Kalkmagerrasen. Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten wurden bis heute in sechs internationalen Fachartikeln publiziert. Die Promotion wurde durch das Stipendienprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef√∂rdert.

NWO-F√∂rderpreis f√ľr herausragende Abschlussarbeit

aktuell
Heidelerche (Lullula arborea)
[24. M√§rz 2015] Unserem Masterstudierenden Christian H√∂ppner wurde f√ľr seine Masterarbeit „Christmas tree plantations as refuges for endangered songbirds“ der F√∂rderpreis der Nordrhein-Westf√§lischen Ornithologengesellschaft (NWO) verliehen. Die Studie besch√§ftigt sich mit der Bedeutung von Weihnachtsbaumkulturen im Hochsauerland als Habitat f√ľr die stark gef√§hrdete Heidelerche und den Baumpieper. Sie zeigt exemplarisch, dass Weihnachtsbaumkulturen durch nachhaltige Bewirtschaftung einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten k√∂nnen.

Promotion √ľber Renaturierung von Bergheiden erfolgreich abgeschlossen

aktuell dbu forschung
Herzlichen Gl√ľckwunsch an unseren Doktoranden Fabian Borchard (2.v.li.)
[09. Februar 2015] Wir gratulieren Fabian Borchard sehr herzlich zum erfolgreichen Abschluss seiner Promotion mit dem Titel „Restoration of montane heathland ecosystems in Central Europe.“ Die Ergebnisse seiner Studien wurden bislang in drei internationalen Fachartikeln publiziert. Die Promotion wurde durch das Promotionsstipendienprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef√∂rdert.

Hintermann & Weber-Forschungspreis f√ľr Tagfalteruntersuchung in S√ľdbayern

aktuell dbu forschung
Benjamin Kr√§mer wurde f√ľr seine Diplomarbeit ausgezeichnet
Benjamin Kr√§mer wurde f√ľr seine Studie „Habitat quality is the key for the conservation of butterfly communities in pre-alpine calcareous grasslands“ mit dem H & W-Forschungspreis f√ľr Naturschutz ausgezeichnet. Die Arbeit bietet einen umfassenden √úberblick √ľber die Bedeutung der Buckelwiesen im bayerischen Alpenraum f√ľr die Tagfalterfauna und gibt wegweisende Impulse f√ľr den praktischen Naturschutz.

DBU unterst√ľtzt neues Promotionsvorhaben zur Biodiversit√§t in Regenr√ľckhaltebecken

aktuell dbu forschung
Regenr√ľckhaltebecken ¬Ė Refugien f√ľr die Biodiversit√§t (M√ľnster, Westfalen)
Unsere Promotionsstudentin Lisa Holtmann wird sich in ihrem Promotionsvorhaben mit der Bedeutung von Regenr√ľckhaltebecken f√ľr die Biodiversit√§t im urbanen Raum besch√§ftigen. Das Projekt wird durch ein Promotionsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterst√ľtzt. Gegenstand der Untersuchung bildet eine vielschichtige Analyse der Bedeutung dieses Habitattyps f√ľr verschiedene Indikatorgruppen. Zudem wird besonders die Entwicklung eines nachhaltigen Managements im Kern der Forschungsarbeiten stehen.

BfN verlängert Forschungsvorhaben zum Artenschutz unter Klimawandel

goldregenpfeifer
Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)
Das erfolgreiche F+E-Vorhaben „Strategien und Handlungskonzepte f√ľr den Artenschutz in Deutschland unter Klimawandel“ wurde durch das Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) verl√§ngert. Mit dem Vorhaben sollen ausgehend vom aktuellen Forschungsstand Perspektiven und Strategien f√ľr den Artenschutz unter dem Einfluss des Klimawandels erarbeitet werden. Die Ergebnisse des Vorhabens werden in der Schriftenreihe des BfN "Naturschutz und Biologische Vielfalt publiziert und sollen zuk√ľnftig verst√§rkt in Naturschutzkonzepte einbezogen werden.

DBU-Projekt zum Biotopverbund als Klimaanpassungsstrategie

aktuell dbu 2013
Dukaten-Feuerfalter (Lycaena virgaureae)
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterst√ľtzt seit August 2013 ein Forschungsvorhaben, um die negativen Folgen des Klimawandels auf die Biodiversit√§t durch praktische Ma√ünahmen einzugrenzen. Das Projekt wird in enger Kooperation mit Partnern aus dem Zweckverband Naturpark Diemelsee durchgef√ľhrt. Durch ver√§nderte Umweltbedingungen sind viele Arten gezwungen ihre Areale zu ver√§ndern. Ein verbesserter Biotopverbund w√ľrde den Erhaltungszustand vieler Arten hierbei verbessern. Im Rahmen des Projektes arbeiten Wissenschaft und Praxis im Naturpark Diemelsee zusammen, um neue Kenntnisse zuk√ľnftig in konkrete Naturschutzma√ünahmen einzubeziehen.