Thomas Fartmann | Biodiversität und Landschaftsökologie

ÔĽŅ

Archiv

Berufung in den Redaktionsbeirat des Journal of Insect Conservation

newspic
Titelbild des Journal of Insect Conservation

[13. Mai 2017] Apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann wurde in den Redaktionsbeirat der Fachzeitschrift Journal of Insect Conservation berufen. Das Journal ist eine der international f√ľhrenden entomologischen Zeitschriften und ver√∂ffentlicht die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zur Biodiversit√§t und zum Schutz von Insekten und nah verwandten Artengruppen. Auf Grund des drastischen Biodiversit√§tsverlustes, besteht heute weltweit dringender Forschungsbedarf zur Entwicklung geeigneter Ma√ünahmen f√ľr den Schutz von Insekten und ihren Habitaten. Eines der Hauptziele der Zeitschrift ist es deshalb, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung und den praktischen Naturschutz st√§rker zu verkn√ľpfen. Mit der Berufung in das Editorial Board wird Thomas Fartmann f√ľr √ľber 100 entomologische Publikationen und seine langj√§hrigen Forschungsarbeiten im Bereich √Ėkologie und Naturschutz gew√ľrdigt.

Forschungsf√∂rderung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft f√ľr Promotionsvorhaben


Sumpfohreule (Asio flammeus)

[26. April 2017] Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) unterst√ľtzt das Promotionsvorhaben unseres Doktoranden Steffen K√§mpfer mit zus√§tzlichen Sachmitteln. In dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef√∂rderten Vorhaben werden umfassende Analysen zum Bruterfolg, zu den Habitatpr√§ferenzen und zur Raumnutzung der Sumpfohreule auf den Ostfriesischen Inseln durchgef√ľhrt. Im Rahmen der Untersuchungen werden u.a. radiotelemetrische Verfahren eingesetzt. Dabei werden nestjunge Sumpfohreulen mit Sendern ausgestattet und ihre Bewegungsmuster durch automatische Telemetriestationen erfasst. Auf diese Weise k√∂nnen Verhaltensweisen wie Rast, Nahrungssuche und Ortsver√§nderungen innerhalb einer Insel, aber auch Ortswechsel z.B. auf eine benachbarte Insel oder das Festland registriert werden. Die Bewegungsmuster der Eulen k√∂nnen wichtige Hinweise zu m√∂glichen Gef√§hrdungsursachen der Art liefern. Mit den nun bewilligten Mitteln sollen zus√§tzliche Telemetriesender angeschafft werden um in der Studie statistisch m√∂glichst aussagekr√§ftige Ergebnisse zu erzielen.

Totholzanreicherung fördert Gastropoden in montanen Buchenwäldern


Totholzreiche Buchenwälder fördern Artenvielfalt

[24. April 2017] Auch wenn Schnecken nicht zu den holzbewohnenden Organismen gez√§hlt werden, profitieren sie von totholzreichen W√§ldern. In einer experimentellen Studie konnte nun gezeigt werden, dass Totholzanreicherung in montanen W√§ldern zu einer erh√∂hten Aktivit√§tsdichte der Gastropoden f√ľhrt. Die Untersuchung im Rahmen der Bachelorarbeit von Tobias Kirchenbaur zeigt einen deutlichen Anstieg der Schneckenaktivit√§t mit zunehmender N√§he zu Totholz. Die Menge an Totholz war insbesondere in schattigen W√§ldern von entscheidender Bedeutung f√ľr die Gastropoden. Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Totholz f√ľr die Biodiversit√§t in den W√§ldern Mitteleuropas. Der Erhalt und die F√∂rderung naturnaher W√§lder sollte deshalb st√§rker in den Fokus der Forstwirtschaft r√ľcken. Der Artikel ist in der Fachzeitschrift Forest Ecology and Management erschienen:

Kirchenbaur, T., Fartmann, T., Bässler, C., Löffler, F., Müller, J., Strätz, C. & S. Seibold (2017): Small-scale positive response of terrestrial gastropods to dead-wood addition is mediated by canopy openness. Forest Ecology and Management 396: 85–90.

DBU f√∂rdert Forschungsvorhaben zum Schutz von Bergheide-√Ėkosystemen


Bergheide-√Ėkosysteme – Lebensraum von internationaler Bedeutung

[03. April 2017] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f√∂rdert ein Projekt zur Optimierung der Management- und Renaturierungsma√ünahmen von Bergheide-√Ėkosystemen. Bergheiden haben eine gro√üe Bedeutung f√ľr den europ√§ischen Artenschutz und tragen zugleich zur regionalen touristischen Wertsch√∂pfung bei. Der internationalen Bedeutung dieses Lebensraumtyps steht ein drastischer Fl√§chenr√ľckgang im letzten Jahrhundert gegen√ľber. Trotz langj√§hriger Versuche zum Management und zur Renaturierung von Bergheiden im Rothaargebirge bestehen weiterhin Wissensdefizite, insbesondere zu einer zielf√ľhrenden Renaturierung von Bergheiden. In dem Projekt werden in enger Zusammenarbeit von Naturschutzpraxis und Forschung L√∂sungen f√ľr bestehende Managementkonflikte in den Bergheiden des Rothaargebirges und Konzepte f√ľr die Wiederherstellung ehemaliger Heidestandorte erarbeitet. In Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern evaluieren wir den Erfolg durchgef√ľhrter Management- und Renaturierungsma√ünahmen. Anhand der Ergebnisse wissenschaftlich fundierter Studien werden Methoden zum langfristigen Erhalt von Bergheide-√Ėkosystemen im Rothaargebirge entwickelt.

Stipendium f√ľr Teilnahme an Summer School zu Best√§ubungs√∂kologie in Rum√§nien


Traditionelle Heuwiese in der rumänischen Kulturlandschaft
[17. M√§rz 2017] In Zusammenarbeit mehrerer deutscher und rum√§nischer Universit√§ten und Forschungseinrichtungen wurde eine Summer School zum Thema Best√§ubungs√∂kologie ins Leben gerufen. An der Veranstaltung nehmen insgesamt zehn Studierende aus Rum√§nien und Deutschland teil. Wir freuen uns, dass unser Mitarbeiter und Masterstudierender Gwydion Scherer vom wissenschaftlichen Auswahlkomitee f√ľr die Teilnahme an der internationalen Summer School ausgew√§hlt wurde. Die Veranstaltung findet im Apuseni Naturpark in den Westkarpaten statt. Das Gebiet z√§hlt zu den √§rmsten Regionen Europas. Durch den Erhalt traditioneller Landnutzungsformen weist das Gebiet jedoch bis heute eine enorme Artenvielfalt auf und bietet Studierenden sehr gute Voraussetzungen f√ľr √∂kologische Beobachtungen. W√§hrend der diesj√§hrigen Summer School werden best√§ubungs√∂kologische Daten erhoben und anschlie√üend ausgewertet. Dabei sollen √∂kologische Mechanismen zwischen Pflanzen und ihren Best√§ubern anhand statistischer Analysen aufgeschl√ľsselt werden. Der Aufenthalt wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung gef√∂rdert.

Schwermetallrasen bieten gute Habitatbedingungen f√ľr eine stark gef√§hrdete Tagfalterart


Mittlerer Perlmutterfalter (Argynnis niobe)
[02. M√§rz 2017] Das Verbreitungsgebiet des Mittleren Perlmutterfalters (Argynnis niobe) in Deutschland ist in den letzten 100 Jahren um √ľber 90 % geschrumpft. Anhand detaillierter Habitatanalysen konnte nun gezeigt werden, dass sich die Habitate in Schwermetallrasen grundlegend von gro√üfl√§chigen Vorkommen auf den Ostfriesischen Inseln unterscheiden. Als Schl√ľsselfaktor wurde das erh√∂hte Wirtspflanzenangebot in Schwermetallrasen ermittelt. Durch den hohen Schwermetallgehalt im Boden wird das Wachstum konkurrenzstarker Pflanzenarten eingeschr√§nkt, wohingegen die Wirtspflanze, das Gelbe Galmei-Veilchen (Viola calaminaria), sehr hohe Deckungen erreicht. Im Gegensatz dazu weisen die Habitate auf den Ostfriesischen Inseln eine wesentlich geringere Wirtspflanzendeckung auf. A. niobe ben√∂tigt hier sehr gro√üe Fl√§chen um dauerhaft zu √ľberleben. Der Verlust gro√üfl√§chiger Habitate kann als Hauptursache f√ľr den drastischen R√ľckgang der Art in Mitteleuropa angesehen werden. Jedoch konnte mit der aktuellen Studie gezeigt werden, dass bei einer Erh√∂hung der Habitatqualit√§t auch ein Fortbestand in kleineren Metatpopulationen m√∂glich ist. Die Studie ist im Journal of Insect Conservation erschienen:

Salz, A. & T. Fartmann (2017): Larval-habitat preferences of a threatened butterfly species in heavy-metal grasslands. Journal of Insect Conservation 21 (1): 129–136. doi: 10.1007/s10841-017-9961-7

Aktuelle Studie belegt Renaturierungserfolg in Bergheide-√Ėkosystemen


Renaturierungsfläche mit Besenheide (Calluna vulgaris)
[14. Februar 2017] In einer aktuellen Studie der Abteilung f√ľr Biodiversit√§t und Landschafts√∂kologie wurde die Zusammensetzung der Vegetation auf renaturierten Kahlschlagsflächen im Vergleich zu intakten Bergheide-√Ėkosystemen und Kontrollflächen im Rothaargebirge analysiert. Im Vergleich zu nicht-renaturierten Kontrollfl√§chen wiesen die Renaturierungsfl√§chen bereits eine deutlich h√∂here Deckung an Zielarten auf. Durch die erfolgreiche Verj√ľngung bergheidetypischer Arten infolge der √úbertragung von regionalem Saatgut unterschieden sich die Renaturierungsfl√§chen weniger stark von intakten Bergheide-√Ėkosytemen. In der Studie konnte jedoch auch gezeigt werden, dass das geringe generative Reproduktionspotenzial einiger Zielarten den Renaturierungserfolg limitiert. Für die zuk√ľnftige positive Entwicklung der Fl√§chen sind weitere Renaturierungsma√ünahmen erforderlich. Der Artikel ist in der Fachzeitschrift Ecological Engineering erschienen:

Borchard, F., Härdtle, W., Streitberger, M., Stuhldreher, G., Thiele, J. & T. Fartmann (2017): From deforestation to blossom – Large-scale restoration of montane heathland vegetation. Ecological Engineering 101: 211–219.

Internationale Rote Liste der IUCN f√ľr die Heuschrecken Europas erschienen

Pyrenäen-Gebirgsschrecke (Cophopodisma pyrenaea)
[19. Januar 2017] Unter Mitarbeit von apl. Prof. Thomas Fartmann wurde in einem Team von mehr als 50 internationalen Experten der Gef√§hrdungsstatus von √ľber 1.000 Heuschreckenarten erfasst. Die europ√§ische Rote Liste wurde nach den Kriterien der International Union for Conservation of Nature (IUCN) erstellt. In der Publikation werden Gef√§hrdungsstatus, Verbreitungsmuster, Habitatanspr√ľche und Managementempfehlungen f√ľr alle europ√§ischen Heuschreckenarten analysiert. Demnach sind mehr als ein Viertel der europ√§ischen Heuschreckenarten auf kontinentaler Ebene gef√§hrdet. Habitatspezialisten und kleinr√§umig gef√§hrdete Arten z√§hlen zu den am st√§rksten gef√§hrdeten Arten. Dabei hat sich gezeigt, dass die Intensivierung der Landnutzung die bedeutendste Gef√§hrdungsursache f√ľr Heuschrecken ist. Die Publikation verdeutlicht dass dringend weitere Ma√ünahmen zum Erhalt der biologischen Vielalt in Europa notwendig sind.

Hochkirch et al. (2016): European Red List of Grasshoppers, Crickets and Bush-crickets. Luxembourg: Publications Office of the European Union.

Ameisen f√∂rdern Habitatheterogenit√§t und Biodiversit√§t in Grasland-√Ėkosystemen

Fr√ľhbl√ľhender Thymian (Thymus praecox)
[09. Januar 2017] Durch den fortschreitenden Landnutzungswandel sind artenreiche Grasland-√Ėkosysteme heute stark gef√§hrdet. In einer aktuellen Studie der Abteilung f√ľr Biodiversit√§t und Landschafts√∂kologie konnte nun gezeigt werden, dass neben dem Habitatmanagement auch √Ėkosystemingenieure wie die Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus) kleinr√§umige Mikrostandorte schaffen, die die Heterogenit√§t und Artenvielfalt in Grasland-√Ėkosystemen erh√∂hen k√∂nnen. Anhand der Ergebnisse der Untersuchung konnte herausgestellt werden, dass Ameisen durch grabende Aktivit√§ten an ihren Nestern zu einer Ver√§nderung der Bodenverh√§ltnisse und Vegetationsstruktur im Vergleich zu der umgebenden Vegetation in Kalkmagerrasen f√ľhren. Dabei liesen sich jedoch unterschiedliche Auswirkungen auf Gef√§√üpflanzen und Moose feststellen. Der Artikel erscheint im Februar 2017 in der Fachzeitschrift Ecological Engineering:

Streitberger, M., Schmidt, C. & T. Fartmann (2017): Contrasting response of vascular plant and bryophyte species assemblages to a soil-disturbing ecosystem engineer in calcareous grasslands. Ecological Engineering 99: 391–399.

Bundesamt f√ľr Naturschutz f√∂rdert Projekt zur Renaturierung von Kalkmagerrasen

aktuell_geko.jpg
Großflächiger Kalkmagerrasen im Diemeltal (Nordhessen)
[09. Dezember 2016] Das Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) f√∂rdert ein Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) zur Renaturierung von Kalkmagerrasen. Dieser Lebensraumtyp z√§hlt zu den artenreichsten √Ėkosystemen Europas und hat eine herausragende Bedeutung f√ľr den Erhalt der Biodiversit√§t. Auf Grund des derzeit unzureichenden Erhaltungszustands von Kalkmagerrasen in Mitteleuropa besteht dringender Handlungsbedarf. Trotzdem gibt es massive Kenntnisdefizite zur Wiederherstellung von artenreichen Kalkmagerrasen-Z√∂nosen. In Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern versuchen wir in dem Vorhaben durch die Entwicklung und Erprobung neuer Verfahren, Nutzung von Geh√∂lzaufwuchs als regenerativen Energietr√§ger und moderne wissenschaftliche Evaluationen diese Wissensdefizite zu beheben. Das Projekt hat zum Ziel, nachhaltige und kostenneutrale Renaturierungsmethoden f√ľr die Wiederherstellung artenreicher Kalkmagerrasen-Lebensgemeinschaften zu entwickeln.

Berufung in die Geographische Kommission f√ľr Westfalen

aktuell_geko.jpg
Alte Hudelandschaft an der Ems bei Telgte (Westfalen)
[02. Dezember 2016] Auf der diesj√§hrigen Mitgliederversammlung wurde apl. Prof. Thomas Fartmann in die Geographische Kommission f√ľr Westfalen berufen. Die Kommission betreibt und unterst√ľtzt geographisch-landeskundliche Forschung √ľber Westfalen. Die Mitglieder f√ľhren ehrenamtlich und interdisziplin√§r Studien zu den unterschiedlichsten geographischen Themen durch. Dabei werden neben wirtschafts-, sozial- und humangeographischen Aspekten, auch Themen der √Ėkologie und Landschaftsplanung behandelt. Seit Beginn seiner Forschungst√§tigkeiten hat Prof. Thomas Fartmann eine Vielzahl von Studien mit tier- und vegetations√∂kologischen Fragestellungen in Westfalen durchgef√ľhrt. Im Fokus der aktuellen Studien der Abteilung f√ľr Biodiversit√§t und Landschafts√∂kologie stehen die Auswirkungen des Landnutzungs- und Klimawandels auf die Biodiversit√§t in fragmentierten Landschaften, Renaturierungs- und St√∂rungs√∂kologie, sowie die Bedeutung neuartiger √Ėkosysteme („novel ecosystems“) f√ľr gef√§hrdete Arten.

Gratulation an Merle Streitberger zum erfolgreichen Abschluss ihrer Doktorarbeit

aktuell_streitberger.jpg
Frischgebackene Doktorin Merle Streitberger mit apl. Prof. T. Fartmann
[21. November 2016] Wir gratulieren Dr. Merle Streitberger ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Promotion. Der Titel der Dissertation lautet: „Ants and moles as ecosystem engineers – The role of small-scale disturbance for biodiversity in central European grasslands.“ Die Doktorarbeit besch√§ftigt sich mit dem Einfluss von Ameisen und Maulw√ľrfen auf die Biodiversit√§t in Grasland-√Ėkosytemen Mitteleuropas. In ihren Studien konnte Merle Streitberger in vielschichtiger Weise die Bedeutung dieser √Ėkosystemingenieure f√ľr die Artenvielfalt im Grasland zeigen. Durch ihre grabenden Aktivit√§ten schaffen Ameisen und Maulw√ľrfe rohbodenreiche Mikrohabitate, die eine herausragende Bedeutung f√ľr konkurrenzschwache Schmetterlings- und Pflanzenarten haben. Dabei spielen insbesondere mikroklimatische Aspekte eine bedeutende Rolle. Die Ergebnsse der Dissertation wurden bisher in f√ľnf internationalen Publikationen ver√∂ffentlicht.

Erfolgreiche Kongressreise endet mit Auszeichnung f√ľr besten Tagungsbeitrag

aktuell_award.JPG
Preis f√ľr den besten Vortag auf dem 12. ICO in Ilh√©us, Brasilien
[05. November 2016] Unser Doktorand Franz L√∂ffler wurde auf dem 12th International Congress of Orthopterology (ICO) mit dem Best Oral Presentation Award f√ľr seinen Tagungsbeitrag „Survival in a changing environment – Effects of land-use and climate change on Orthoptera in montane grasslands“ ausgezeichnet. Die Tagung fand unter dem Leitthema Orthoptera in a changing world in Ilh√©us (Bahia, Brasilien) statt. Unser Team folgte der herzlichen Einladung der weltweit organisierten Orthopterists' Society den Leitvortrag f√ľr das Themenfeld √Ėkologie und Naturschutz beizusteuern. Apl. Prof. Thomas Fartmann pr√§sentierte in der Keynote der Tagung die Ergebnisse seiner langj√§hrigen Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen des globalen Wandels, deren herausragende Relevanz durch die besondere Wertsch√§tzung des internationalen Auditoriums honoriert wurde. Wir freuen uns sehr √ľber die Anerkennung und die Auszeichnung durch das wissenschaftliche Tagungskomitee.

DBU-Stipendium f√ľr Forschung in Allmendweide-√Ėkosystemen

aktuell_arnika.jpg
Arnika (Arnica montana)
[20. Oktober 2016] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f√∂rdert ein Promotionsvorhaben √ľber die Biodiversit√§t in Allmendweide-√Ėkosystemen des S√ľdschwarzwalds. Allmendweide-√Ėkosysteme der montanen Lagen haben eine herausragende Beduetung f√ľr den Erhalt der europ√§ischen Biodiversit√§t. Die Fl√§che dieser √Ėkosysteme ist in Mitteleuropa allerdings stark zur√ľckgegangen. Neben dem andauernden Fl√§chen¬≠verlust stellt insbesondere der Klimawandel eine ernst¬≠zu¬≠neh¬≠men¬≠de Bedrohung der dort ans√§ssigen Lebensgemeinschaften dar. Mit dem Promotionsvorhaben unseres Doktoranden Florian Fumy soll nun eine Wissensl√ľcke zu den Auswirkungen des globalen Wandels auf die Biodiversit√§t montaner Allmendweidesysteme geschlossen werden. Die Studie zeichnet sich durch einen breiten bioz√∂notischen Ansatz aus, der die Erfassung von drei taxonomischen Gruppen (V√∂gel, Heuschrecken und Tagfalter) umfasst. Anhand der Forschungsergebnisse werden Ma√ünahmen f√ľr den langfristigen Erhalt der Allmendweide-√Ėkosysteme abgeleitet.

Bestimmungsbuch f√ľr die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols

aktuell_chorthippus_pullus.jpg
Kiesbank-Grash√ľpfer (Chorthippus pullus)
[12. September 2016] Ein Bestimmungsbuch mit hervorragenden fotografischen Abbildungen, Angaben zur √Ėkologie und aktuellen Verbreitungskarten aller Heuschreckenarten Deutschlands und Nodrtirols ist aktuell erschienen. Mit „Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols: Bestimmen–Beobachten–Sch√ľtzen“ ist es erstmals m√∂glich, s√§mtliche Heuschreckenarten in Deutschland und Nordtirol anhand von sehr guten Bildvergleichen zu bestimmen. Mehrere Mitarbeiter der Abteilung f√ľr Biodiversit√§t und Landschafts√∂kologie haben tatkr√§ftig zum Gelingen der Publikation beigetragen. Ein Beispiel der Bestimmungstafeln gibt es bei der Bayerischen Akademie f√ľr Naturschutz und Landschaftspflege (ANL). Das Bestimmungswerk zeichnet sich besonders durch seine praxistaugliche Aufarbeitung aus und vereinfacht die Bestimmung der heimischen Heuschreckenarten. Das Buch kann ab sofort bestellt werden.

Neuerscheinung zum Artenschutz unter dem Einfluss des Klimawandels

aktuell bergmaehwiese
Bergmähwiese mit Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis) (Westfalen)
[20. Juni 2016] Der Klimawandel ist eine der Hauptursachen f√ľr den weltweiten Biodiversit√§tsverlust. Im Hinblick auf die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels ergeben sich neue Herausforderungen f√ľr den Artenschutz in Mitteleuropa. Im Rahmen eines vom Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) gef√∂rderten F+E-Vorhabens wurden Perspektiven und Strategien f√ľr den Artenschutz unter dem Einfluss des Klimawandels erarbeitet. Die Publikation in der Reihe Naturschutz und Biologische Vielfalt gibt einen umfassenden √úberblick √ľber die Auswirkungen des Klimawandels auf Tier- und Pflanzenarten und zeigt Handlungsempfehlungen f√ľr den zuk√ľnftigen Artenschutz auf. Eine Bestellung ist ab sofort hier m√∂glich.

DBU erteilt Zusage f√ľr ornithologisches Promotionsvorhaben

Asio flammeus
Sumpfohreule (Asio flammeus)
[14. Mai 2016] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat unserem Doktoranden Steffen K√§mpfer die Zusage f√ľr ein Promotionsstipendium erteilt. Seit den 1950 er Jahren ist ein drastischer R√ľckgang vieler Vogelarten der mitteleurop√§ischen Kulturlandschaft zu verzeichnen. Das Ziel des Promotionsvorhabens ist eine umfassende Analyse der Auswirkungen des globalen Wandels auf gef√§hrdete Brutvogelarten in Mitteleuropa. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Analyse der Habitatpr√§ferenzen der Sumpfohreule in aktuell und ehemalig besiedelten Habitaten Mitteleuropas im Vergleich zu europ√§ischen Optimalhabitaten gelegt. Die Ergebnisse des Promotionsvorhabens sollen dazu beitragen, ein nachhaltiges Habitatmanagement f√ľr stark gef√§hrdete Brutvogelarten zu entwickeln.

Projekt zum Einfluss funktioneller Konnektivität auf Arten des Magergraslandes

aktuell diemelsee
Artenreiches Magergrasland im Oberen Diemeltal (Westfalen)
[21. Februar 2016] Der Zweckverband Naturpark Diemelsee f√∂rdert seit Januar 2016 ein Projekt zum Einfluss von Habitatqualit√§t, Fl√§chengr√∂√üe und funktioneller Konnektivit√§t auf Zielarten des Magergraslandes im Naturpark Diemelsee. Artenreiches Grasland kommt noch gro√üfl√§chig im Naturpark Diemelsee vor und beherbergt viele seltene Tierarten. Strategien f√ľr den langfristigen Schutz der Bioz√∂nosen des Magergr√ľnlandes fehlen bislang aber f√ľr diesen Raum. Anhand der Studie sollen die aus √∂kologischer Sicht sinnvollsten Korridore f√ľr den Biotopverbund von Magergrasland-√Ėkosystemen als Klimawandelanpassungs-Strategie analysiert werden.

DBU-Projekt zur Biodiversität von Weihnachtsbaumkulturen

aktuell wbk
Konventionelle Weihnachtsbaumkultur im Sauerland (Westfalen)
[16. Dezember 2015] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f√∂rdert ab Januar 2016 ein Projekt zur Biodiversit√§t von Weihnachtsbaumkulturen im Sauerland. Das Projekt wird in Kooperation mit der Biologischen Station Hochsauerlandkreis e.V. und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen durchgef√ľhrt. Der systematische Anbau von Weihnachtsb√§umen begann erst in den 1980er Jahren und ist damit ein relativ junges Ph√§nomen. Wie aufgrund der Neuartigkeit des √Ėkosystems zu erwarten ist, sind die Kenntnisse zur Biodiversit√§t rudiment√§r. Ziel des Projektes ist es daher die Biodiversit√§t von Weihnachtsbaumkulturen im Vergleich zu konkurrierenden Nutzungen zu untersuchen und Handlungsempfehlungen zum biodiversit√§tsf√∂rdernden, umweltvertr√§glichen und nachhaltigen Anbau von Weihnachtsb√§umen zu erarbeiten.

BfN bewilligt Forschungsvorhaben zu Gefährdungsursachen von Rote-Liste-Arten

aktuell lacerta bilineata
Westliche Smaragdeidechse
(Lacerta bilineata)
[08. Dezember 2015] Das Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) f√∂rdert ab Dezember 2015 ein Forschungsvorhaben zur „Vorbereitung der Analyse der Gef√§hrdungsursachen von Rote-Liste-Arten.“ Das Projekt wird in Kooperation mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) bearbeitet. Die Identifikation von Gef√§hrdungsursachen f√ľr bestandsbedrohte Arten ist eine notwendige Voraussetzung zur Entwicklung von konkreten, zielgerichteten Hilfs- und Schutzma√ünahmen. Standardisierte Analysen zu Gef√§hrdungsursachen wurden bisher allerdings nur f√ľr ausgew√§hlte Artengruppen durchgef√ľhrt. Im vorliegenden Forschungsvorhaben soll erstmals eine umfassende, Artengruppen-√ľbergreifende Gef√§hrdungsursachenanalyse mit einheitlichen und standardisierten Methoden vorbereitet werden.

DBU fördert Promotionsvorhaben zu Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels

aktuelles phyteuma
Bl√ľhaspekt der Kugeligen Teufelskralle (Phyteuma orbiculare) (Eifel)
[27. November 2015] Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f√∂rdert ab Januar 2016 das Promotionsvorhaben unseres Doktoranden Franz L√∂ffler. Die Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf die Lebensgemeinschaften des montanen Magergraslands sind bis heute unzureichend untersucht. Im Rahmen der Dissertation sollen daher erstmals umfassende Analysen zu den Auswirkungen des Landnutzungs- und Klimawandels auf die Lebensgemeinschaften des montanen Magergraslands durchgef√ľhrt werden. In enger Kooperation mit Naturschutzorganisationen werden L√∂sungen f√ľr ein nachhaltiges Management auf Habitat- und Landschaftsebene entwickelt.

Herzlichen Gl√ľckwunsch zur erfolgreichen Promotion √ľber gef√§hrdete Tagfalterarten

aktuell
Kreuzdorn-Zipfelfalter (Satyrium spini)
[20. Juli 2015] Wir gratulieren Gregor Stuhldreher sehr herzlich zum erfolgreichen Abschluss seiner Promotion. Die Dissertation mit dem Titel „From oviposition site to landscape structures — effects of land-use and climate change on threatened grassland butterflies“ besch√§ftigt sich mit den Auswirkungen des Landnutzungs- und Klimawandels auf gef√§hrdete Tagfalterarten in mitteleurop√§ischen Kalkmagerrasen. Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten wurden bis heute in sechs internationalen Fachartikeln publiziert. Die Promotion wurde durch das Stipendienprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef√∂rdert.

NWO-F√∂rderpreis f√ľr herausragende Abschlussarbeit

aktuell
Heidelerche (Lullula arborea)
[24. M√§rz 2015] Unserem Masterstudierenden Christian H√∂ppner wurde f√ľr seine Masterarbeit „Christmas tree plantations as refuges for endangered songbirds“ der F√∂rderpreis der Nordrhein-Westf√§lischen Ornithologengesellschaft (NWO) verliehen. Die Studie besch√§ftigt sich mit der Bedeutung von Weihnachtsbaumkulturen im Hochsauerland als Habitat f√ľr die stark gef√§hrdete Heidelerche und den Baumpieper. Sie zeigt exemplarisch, dass Weihnachtsbaumkulturen durch nachhaltige Bewirtschaftung einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten k√∂nnen.

Promotion √ľber Renaturierung von Bergheiden erfolgreich abgeschlossen

aktuell dbu forschung
Herzlichen Gl√ľckwunsch an unseren Doktoranden Fabian Borchard (2.v.li.)
[09. Februar 2015] Wir gratulieren Fabian Borchard sehr herzlich zum erfolgreichen Abschluss seiner Promotion mit dem Titel „Restoration of montane heathland ecosystems in Central Europe.“ Die Ergebnisse seiner Studien wurden bislang in drei internationalen Fachartikeln publiziert. Die Promotion wurde durch das Promotionsstipendienprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef√∂rdert.

Hintermann & Weber-Forschungspreis f√ľr Tagfalteruntersuchung in S√ľdbayern

aktuell dbu forschung
Benjamin Kr√§mer wurde f√ľr seine Diplomarbeit ausgezeichnet
Benjamin Kr√§mer wurde f√ľr seine Studie „Habitat quality is the key for the conservation of butterfly communities in pre-alpine calcareous grasslands“ mit dem H & W-Forschungspreis f√ľr Naturschutz ausgezeichnet. Die Arbeit bietet einen umfassenden √úberblick √ľber die Bedeutung der Buckelwiesen im bayerischen Alpenraum f√ľr die Tagfalterfauna und gibt wegweisende Impulse f√ľr den praktischen Naturschutz.

DBU unterst√ľtzt neues Promotionsvorhaben zur Biodiversit√§t in Regenr√ľckhaltebecken

aktuell dbu forschung
Regenr√ľckhaltebecken ¬Ė Refugien f√ľr die Biodiversit√§t (M√ľnster, Westfalen)
Unsere Promotionsstudentin Lisa Holtmann wird sich in ihrem Promotionsvorhaben mit der Bedeutung von Regenr√ľckhaltebecken f√ľr die Biodiversit√§t im urbanen Raum besch√§ftigen. Das Projekt wird durch ein Promotionsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterst√ľtzt. Gegenstand der Untersuchung bildet eine vielschichtige Analyse der Bedeutung dieses Habitattyps f√ľr verschiedene Indikatorgruppen. Zudem wird besonders die Entwicklung eines nachhaltigen Managements im Kern der Forschungsarbeiten stehen.

BfN verlängert Forschungsvorhaben zum Artenschutz unter Klimawandel

goldregenpfeifer
Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)
Das erfolgreiche F+E-Vorhaben „Strategien und Handlungskonzepte f√ľr den Artenschutz in Deutschland unter Klimawandel“ wurde durch das Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) verl√§ngert. Mit dem Vorhaben sollen ausgehend vom aktuellen Forschungsstand Perspektiven und Strategien f√ľr den Artenschutz unter dem Einfluss des Klimawandels erarbeitet werden. Die Ergebnisse des Vorhabens werden in der Schriftenreihe des BfN "Naturschutz und Biologische Vielfalt publiziert und sollen zuk√ľnftig verst√§rkt in Naturschutzkonzepte einbezogen werden.

DBU-Projekt zum Biotopverbund als Klimaanpassungsstrategie

aktuell dbu 2013
Dukaten-Feuerfalter (Lycaena virgaureae)
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterst√ľtzt seit August 2013 ein Forschungsvorhaben, um die negativen Folgen des Klimawandels auf die Biodiversit√§t durch praktische Ma√ünahmen einzugrenzen. Das Projekt wird in enger Kooperation mit Partnern aus dem Zweckverband Naturpark Diemelsee durchgef√ľhrt. Durch ver√§nderte Umweltbedingungen sind viele Arten gezwungen ihre Areale zu ver√§ndern. Ein verbesserter Biotopverbund w√ľrde den Erhaltungszustand vieler Arten hierbei verbessern. Im Rahmen des Projektes arbeiten Wissenschaft und Praxis im Naturpark Diemelsee zusammen, um neue Kenntnisse zuk√ľnftig in konkrete Naturschutzma√ünahmen einzubeziehen.